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Nachbarn und Hofbesitzer in
Groß und Klein Zünder vom 17. bis 20. Jahrhundert

Groß Zünder

               
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GrZ 1648

GrZ And

GrZ Pfarrer

GrZ Lehrer

Klein Zünder

               
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KlZ Hancke 1619

KlZ 1648

KlZ And

   

KlZ Lehrer

Prediger und Pfarrer in Groß Zünder
erstellt in Kooperation mit Peter Sarpei

aktualisiert 01/2019
  

Übersicht

Katholische Prediger

Protestantische Prediger

 

Abkürzungen:

Kirchenbuch (Kb)

* - Geburt / Taufe
Kb-Eintrag liegt vor

† - Tod
Kb-Eintrag liegt vor

∞ - Heirat
Kb-Eintrag liegt vor

ca. * / ∞ / †
Datum
errechnet / geschätzt

Orte
GrZ - Groß Zünder
KlZ - Klein Zünder

Währung
Rt - Reichstaler
Gr - Groschen
Pf - Pfennig

Sonstige:
Hfb: Hofbesitzer

Braune Schrift: Ergänzungen / Bemerkungen RMG

Unterstrichen = Link

 

  • Friedrich Gustav Adolf Eltze
    Pfarrer von 1877 - 1906
    Gewählt vom Magistrat der Stadt Danzig am 04.01.1877
    Im Heiratseintrag vom 01.02.1876 in Berent wird er als "Prediger in Groß Zünder" bezeichnet.
    * 15.02.1847 zu Weserlingen, Reg. Bezirk Magdeburg, † 20.11.1906 in Berlin, Begräbnis Nr. 3/1907 am 28.01.1907
     in GrZ, "in Tegel im See bei Berlin ertrunken" (Selbstmord)

    Berent 01.02.1876 mit Johanna Valerie Boyen
    * Berent 21.10.1855 (lt. alphabetischem Register Nr. 174), † 23.03.1878
    Eltern: Julius August Heinrich Boyen, königlicher Steuerinspektor in Berent, & Laura von Tessen???sky

    1 Kind, davon >5 Jahre: 1
    1) Margarethe Laura Ernestine, * 26.12.1876

    Berent 08.06.1882 mit Amoene Hunrath
    * ca. 1865, † -
    Eltern: Friedrich Wilhelm Hunrath, königlicher Kreisbauinspektor, † Berent 29.03.1883 & Elise Hirschfeld
    Adressbuch Danzig 1940/41: Eltze, Amöne Wwe Heiligenbrunner Weg Nr. 8. Sie wohnt dort zusammen mit ihrer Tochter Erna Sophie Charlotte Mathilde, Lehrerin.

    6 Kinder, davon >5 Jahre: 5
    1) Gertrud Elise Johanne Valerie, * 07.06.1883, † 16.09.1886
    2) Erna Sophie Charlotte Mathilde, * 20.06.1886 - ein Hfb aus
        GrZ ist Pate
    3) Friedrich Wilhelm, * 15.09.1888 - zwei von sechs Paten sind
        HfB in GrZ
    4) Charlotte Elise Bertha, * 04.11.1889
    5) Werner Gustav Wilhelm, * 28.02.1896
    6) Hanna Amoene Mathilde Toni, * 05.11.1903, keine Taufpaten
        ∞ Danzig 11.10.1932 als Gewerbelehrerin mit Friedrich Walter
        Littwin, Dipl. - Ing. aus Quaschin, Kr. Neustadt

    Aus der Kirchenchronik:
    "Im Laufe des Jahres [1877] fand eine gründliche ??? und Renovierung der Kirche statt. Es war sehr Zeit, daß etwas für die Kirche gethan würde. Die Kirchendecke, die sehr defekt war, wurde ganz neu gemacht, es wurd diese Arbeit dem Zimmermeister Quandt - Schöneberg übertragen, die Maurerarbeit führte Maurermeister Bergenau aus Praust aus, die gußeisernenen Fenster an ihr Ostseite lieferte der Glaser Poendler aus Dirschau; die Bänke, Stühle, Chöre, Decken wurden vom Maler Arndt - Schmerblock neugestrichen, außerdem machte der Hr. Haarschlag - Groß Zünder Reparaturen an den Bänken - die Kosten der Reparatur und Renovierung beliefen sich auf ca. 5000 M. Die Kirche hat sehr gewonnen, und ist wohl eine der schönsten im Danziger Werder. Ein besonderer Schmuck derselben ist der Altar, den der Rentier Joh. Gottlieb Kling, Gr. Zünder, [Johann Gottlieb Kling (II), Hfb Hof GrZ 04] ein sehr ehrenwertes kirchliches Gemeindemitglied, renovieren und vergolden ließ, was 900 M kostete. Die 3 Ölgemälde, darstellend di Pfarrer Elias Zahn, Tobias Colerus und Johann Moneta wurden gleichfalls renoviert. Das Bild meines Vorgängers, des Pfarrers Maximilian Braunschweig (1833 - 1877), das über dem Eingang zur Sakristei hängt, ist ein Geschenk der Gemeinde.
    Der Garten war, als ich das Pfarramt übernahm, sehr verwahrlost. Um den Teich standen hin und wieder Kopfweiden. Ich ließ sie ausroden und pflanzte nigherum dichten Borgunt [?], außerdem Birken und Tannen. Die alten Obstbäume mußten ebenfalls weichen, es wurden von mir im Jahr 1877 über 30 junge Obstbäume gepflanzt, auch Walnußbäume an der Straße."

    Mehr schreibt Friedrich Gustav Adolf Eltze an Chronik nicht. Übergangslos heißt es im gleichen Absatz, geschrieben von seinem Nachf
    olger Johannes Conrad Stadie:

    "Juli 1907. Bis gegen Ende des Jahres 1906 hat Pfarrer und Superintendent Eltze an dieser Gemeinde in Treue gedient. Wie man annimmt, war er nervenleidend. Er ist am 20. November 1906 im Tegeler See bei Berlin ertrunken. Am 28. Januar 1907 wurde er mit kirchlichen Ehren 1907 in Gr. Zünder auf dem für die hiesigen jeweiligen Pfarrern und ihren Familien reservierten Pfarrerbegräbnisge??? neben seiner ersten Gattin, mit der er in kurzer aber überaus glücklicher Ehe gelebt haben soll, bestattet. Die Gnadenzeit der von Pfarrer Eltze zurückgelassenenen Witwe dauerte bis zum 1. Juli 1907."
     

  • Conrad Johannes Stadie
    Studium der Theologie in Halle an der Saale, Dr. ab ???, ordiniert 05.02.1897
    1897 wohnhaft in Klaudau, ab 1899 Pfarrer in Klaudau, ab 1905 in Pröbbernau, Pfarrer in GrZ von 1907 - 1925
    * Neukirch 09.01.1870 (lt. standesamtlichen Heiratseintrag),
    † 05.10.1925, beerdigt 09.10.1925 in GrZ
    Eltern: Bernhard Wilhelm Julius Stadie (Stadié), Dr. der Philosophie, Pfarrer, Lehrer, Heimatforscher Westpreußens, Schriftsteller, Verleger und Kommunalpolitiker, † Weißenfels an der Saale 26.11.1895, & Mathilde Johanna Wahl - mehr siehe Wikipedia

    ∞ Danzig 01.06.1897 mit Catharina Margarethe Selma (Käthe) Nötzel
    * Danzig 14.02.1875, † Danzig 12.03.1927, begraben in GrZ
    Eltern: Eduard Noetzel, Kaufmann in Danzig, † vor 1897, & Selma Raubusch

    7 Kinder, davon >5 Jahre: 5
    1) Ruth Mathilde Selma, * Kladau 10.03.1898,
        † Toronto, Canada, 01.07.1978 (???)
        ∞ 01.06.1922 mit Georg Niehaus, Obersteuersekretär,
        Geestemünde
    2) Joachim Petrus, * Pröbbernau 04.10.1899 , † Pröbbernau
        04.1900
    3) Susanne Margaretha Gertrud, * Pröbbernau 27.10.1900,
        † Möllenbeck (Schaumburg) 10.07.1977
    4) Bernhard Conrad, * Pröbbernau 03.06.1902, † Stalingrad
        28.01.1943

    5) Edda, * Pröbbernau 06.07.1904, † Hannover 01.05.1970
        ∞ 01.06.1922, mit Heinrich Barczewski, Assistent der
        Pharmazie, Danzig
    6) Heinz Wolfram Franz Carl Conrad, * Löblau 23.10.1905,
        ~ Löblau 27.10.1905 - Paten: "1 u. 2. die Eltern des Kindes,
        3. Elisabeth Stadie, Thorn, † Kiel 12.03.1972
    7) Eva, * Danzig 02.06.1908, ~ Danzig 02.06.1908, Eintrag GrZ,
        - Taufzeugen: "Die Mutter der Kinder", † Danzig 03.06.1908,
        Eintrag GrZ & StA Danzig

    Q u.a.: Forschung Dr. Wolbert G.C. Smidt

    Aus der Kirchenchronik:
    "Zum 1. Juli 1907 wurde ich, Conrad Johannes Stadie, nach Gr. Zünder als Pfarrer berufen. Am 14. Juli fand meine feierliche Einführung durch Herrn Superintendenten Schultze - Wotzlaff statt ...
    Dezember 1907: Der hiesige Verein "Frauenhilfe" versammelte sich des öfteren im Pfarrhause. Es wurden warme Jacken für die alten armen Frauen in Gr. Zünder angefertigt. ...
    [1908] Der Juni brachte mir Trübsal. Meine Gattin wurde im Hebammen???institut von einem zu früh geborenen Mädchen entbunden, das die Nottaufe erhielt. Die kleine Eva lebte nur wenige Tage und wurde in Danzig begraben ... Anfang Oktober 1908 war ich beurlaubt. In diesem Monat starb in Danzig der Gutsbesitzer Braunschweig - Langfelde, ein Onkel des gew. Pfarrers Braunschweig, meines Vorgängers. Ich hielt in Danzig die Leichenrede. ... Kurz vor Eintritt der rauheren Jahreszeit und zum Teil noch bei Einbruch des Winters wurde eine Wasserleitung in das Pfarrhaus gelegt. Brunnenmeister Besch aus Danzig legte die Leitung neu. Sie wurde angeschlossen an den Dorfbrunnen. Zwei Wasser??ste wurden angelegt. Der eine befindet sich auf dem Hof des Organisten, der andere auf dem Pfarrgehöft. Von da wird mittelst Pumpen ermöglicht, daß nun sich Pfarramt und Organisten mit einwandfreiem Wasser versorgen können ... Ende Januar 1909 fror leider die neue Wasserleitung ein. - 3. Februar 1909 hielt ich im hiesigen Kriegerverein die Kaiserrede. ...
    [1910] ... Mit Bedauern lass ich einen braven, treuen Kirchenältesten Schumacher aus Kl. Zünder, der nach Danzig - Langfuhr verzogen war, aus dem Gemeindekirchenamt scheiden. [Gemeint ist Johann Eduard Schumacher, Hfb Hof KlZ 07]

DAZ 06.10.1925

E. K. II am weiß-schwarzen Bande "war als Variante des Eisernen Kreuzes II. Klasse eine preußische Kriegsauszeichnung für Nichtkombattanten. Sie wurde in den Befreiungskriegen, im Deutsch-Französischen Krieg und im Ersten Weltkrieg verliehen." Siehe Wikipedia

DAZ 06.10.1925

DAZ 06.10.1925

DAZ 06.10.1925

Aus der Kirchenchronik: Emil Otto Dietrich, 1926, über seinen Vorgänger Conrad Johannes Stadie:
Letzte Lebenszeit von Pfarrer Lic. Dr. Stadie
Die Krankeit, von der Bruder Lic. Dr. Stadie in seinen letzten Aufzeichnungen schon selbst geschrieben hat, nahm überhand. Monatelanger Urlaub und Aufenthalt in Bädern und Heilanstalten wechselten mit kurzen ???, die Amtsgeschäfte wieder zu führen, aber es ging nicht. Das Herz wollte nicht. Im Januar 1925 leitete er noch das große Gustav-Adolf-Fest in Gr. Zünder, aber nur unter großer Anstrengung ??? und unter Besorgnis aller, die ihn näher kannten. Auch sein letzter Aufenthalt in Bad Altheide half nicht mehr, er starb hier in Gr. Zünder am 5 October 1925 im Alter von 55 Jahren (geboren 1870) ...