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Nachbarn und Hofbesitzer in
Groß und Klein Zünder vom 17. bis 20. Jahrhundert

Groß Zünder

               
GrZ 01 GrZ 02 GrZ 03 GrZ 04 GrZ 05 GrZ 06 GrZ 07 GrZ 08 GrZ 09 GrZ 10
GrZ 11 GrZ 12 GrZ 13 GrZ 14 GrZ 15 GrZ 16 GrZ 17 GrZ 18 GrZ 19 GrZ 20
GrZ 21 GrZ 22

GrZ 1648

GrZ And

GrZ Pfarrer

GrZ Lehrer

Klein Zünder

               
KlZ 01 KlZ 02 KlZ 03 KlZ 04 KlZ 05 KlZ 06 KlZ 07 KlZ 08 KlZ 09 KlZ 10
KlZ 11 KlZ 12 KlZ 13 KlZ 14 KlZ 15 KlZ 16 KlZ 17 KlZ 18 KlZ 19  
KlZ Hancke 1619

KlZ 1648

KlZ And

   

KlZ Lehrer

Klein Zünder Nr. 16

aktualisiert 09/2019
 

Hofmarke Eigentümer

Abkürzungen:

Hoferwerb durch

Name
- blau: Erbe /
- Kauf
- innerhalb der
- Familie
-
grün: Kauf
- rot: ungeklärt

Kirchenbuch (Kb)

* - Geburt / Taufe
Kb-Eintrag liegt vor

† - Tod
Kb-Eintrag liegt vor

∞ - Heirat
Kb-Eintrag liegt vor

ca. * / ∞ / †
Datum
errechnet / geschätzt

Orte
GrZ - Groß Zünder
KlZ - Klein Zünder

Währung
Rt - Reichstaler
Gr - Groschen
Pf - Pfennig

Sonstige:
Hfb: Hofbesitzer

Braune Schrift: Ergänzungen / Bemerkungen RMG

Unterstrichen = Link

 

Abgeleitet aus dem Kb

  • Hans Kniewel (Johann, Knievel, Kniefel) / Einheirat: Tochter?
    * Käsemark vor 1687, † 03.06.1721
    Eltern: Jacob Kniewel, Mitnachbar in Käsemark, † Käsemark vor 1687, & Catharina, † Käsemark 17.09.1694, beerdigt zusammen mit ihrer Tochter Maria

    ∞ 18.10.1706 mit Anna Bolhagen
    * -, † 05.06.1714
    Eltern: Gergen Bolhagen, Nachbar und Schöppe in KlZ - welcher Hof ? KlZ A03?

    3 Kinder, davon > 5 Jahre: 2
    1) Maria, * 26.07.1707
        ∞ 22.04.1727 mit Michael Mittag (IV)
        * Herzberg 20.04.1703,
        Eltern: Michael Mittag (II), Nachbar in Herzberg, &
        Elisabeth Bolt
    2) Anna, * 15.09.1709
        ∞ 22.04.1727 mit Salomon Mittag (I), Nachbar
        Hof KlZ 13
        * Herzberg 19.12.1697
        Eltern: Michael Mittag (II), Nachbar in Herzberg, &
        Elisabeth Bolt
    3) Hans, * 14.03.1712
    4) Gergen, * 20.05.1714, † 16.06.1714

    Zwei Mittag-Brüder heiraten am selben Tag zwei Kniewel-Schwestern. Pfarrer Johann Moneta, zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Amt, fügt nachträglich zu den Einträgen hinzu: "2 brüder haben 2 Schwestern copuliert., sind aber an einem Tag in einem Hoff ??? George Mittag seinem in Kl. Zünd. copuliert ... weil er [Salomon Mittag] sehr krank war, auff dem Bette"
    George Mittag (I), Stiefbruder von Michael (IV) und Salomon (I) Mittag wird durch die Ehe mit Regina Lebbe - siehe unten - Stiefvater von Maria und Anna Kniewel und damit Stiefschwiegervater seiner Stiefbrüder.
    Mehr über die drei Mittagbrüder siehe Hof KlZ 12.

    ∞ 22.06.1717 mit Regina Lebbe
    * Nickelswalde 13.10.1697, † zwischen 06.1728 und 10.1729, Eltern: Görgen Lebbe, Nachbar in Nickelswalderfelde, & Maria Bruhn

    1 Kinder, davon > 5 Jahre: 1
    1) Jacob, * 29.01.1719, † 15.01.1739
     

Kb Chronik 1733 & Kb

16) George Mittag, hat 1 Hof mit 2 Hufen Land ...
Es sind keine Nachfolger in der Chronik angegeben.

  • George Mittag (I) (Gergen) / Einheirat: Witwe
    Nachbar in KlZ
    * 02.09.1694 in Herzberg, † 06.11.1770
    Eltern: Michael Mittag (II), Nachbar in Herzberg, & Elisabeth Schumacher - siehe Hof KlZ 12

    Kollekte 1743 : "13) Gergen Mittag"
    Unterschrift bei Kollekten 1749 & 1750

    ∞ 29.04.1722 mit Regina Lebbe, Witwe des Hans Kniewel
    * Nickelswalderfelde 13.10.1697, † zwischen 06.1728 und 10.1729
    Der Sterbeeintrag fehlt; George Mittag wird jedoch 1729 als Witwer bezeichnet.


    4 Kinder, davon > 5 Jahre: 3
    1) Anna Catharina, * 05.01.1723
        ∞ 26.11.1743 mit Johann Wagner, * Schüddelkau 25.01.1714
        Eltern: Johann Wagner, Nachbar und Schulz in Schüddelkau & Elisabeth
        Schumacher, Tochter von George Schumacher, Mitnachbar in Güttland
        Johann Wagner ist der Bruder von Elisabeth Wagner, 2. Ehefrau von George
        Mittag (I) - siehe unten. Die Heirat ist mithin eine zwischen Stiefonkel und
        Stiefnichte.

    2) Michael, * 09.10.1724, † Schmerblock 28.06.1765
        ∞ Käsemark 24.04.1757 mit Anna Frost,
    2) Witwe von Peter Kiep, Nachbar in Schmerblock
    3) Regina, 03.03.1726, † Kowall 22.03.1807 (Q: Staeck 2015)
    3) ∞ 28.04.1748 mit Peter Schamp, Nachbar in Kowall,
        Eltern: Peter Schamp, † vor 1748, Nachbar in Kowall
    4) George (II), * 08.06.1728, † 21.12.1728

    ∞ 01.11.1729 mit Elisabeth Wagner
    * Schüddelkau 30.06.1709, † 31.01.1764
    Eltern: Johann Wagner, Nachbar und Schulz in Schüddelkau & Elisabeth Schumacher, Tochter von George Schumacher, Mitnachbar in Güttland

    10 Kinder, davon > 5 Jahre: 4
    1) Salomon, * 24.10.1730, † 23.01.1731
    2) George, * 21.09.1732, † 09.07.1733
    3) Johann, * 14.03.1734, † 10.11.1735
    4) Cornelia, * 24.01.1737, † 29.01.1737
    5) Gabriel, * 20.05.1738, † 23.01.1784, Erbe von Hof KlZ 12
    5) ∞ 27.11.1766 mit Christina Lietz, Hof KlZ 17
    6) Christina, * 29.12.1740, † 17.02.1743
    7) George, * 19.05.1744, † 04.12.1747
    8) Gerhardt, * 17.10.1746, † 06.03.1778
    9) Gottlieb, * 12.01.1748, † 24.03.1778
    10) Gergen, * 31.05.1751, † 06.04.1758

    danach: ...

    ... besteht in der Kb-Chronik eine zeitliche Lücke.

    Ausschnitt aus "Spezial Riss über das Dorf Klein Zinder in Danziger Werder auf Hohen Befehl
    Gemessen A. 1774 von Magnus Skepsgard Lieutnant der Artillerie"
    Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, Berlin
    Bestand: Allg. Kartensammlung d. Hist. Staatsarchivs Königsberg
    Signatur: XX. HA, A 10193"
     

  • Nicht in der Chronik von 1733 enthalten, sondern identifiziert durch das Hofzeichen bei der Feuerversicherung 1798:
    Martin Baumann / offensichtlich Kauf
    Heiratseintrag 1791: "neuangehender Mitnachbar in Klein Zünder ..."
    * Scharfenberg 26.09.1761, † Letzkau 22.07.1811
    Eltern: Martin Baumann, 1752 Nachbar in Weßlinken, 1761 Nachbar in Scharfenberg, 1791 Schulz, & Susanna Heid

    Er erwirbt zusätzlich den Hof KlZ 12, den er an seinen Schwager Andreas Neumann abgibt, Ehemann seiner Schwester Catharina Baumann.

    ∞ 01.08.1791 mit Eleonore Constantia Bieberstein
    * Letzkau 11.09.1769, † -
    Eltern: Jacob Bieberstein, Mitnachbar, Schulze, Kirchenvorsteher in Letzkau, † Letzkau 27.12.1778, & Maria Elisabeth Papenfuß
    * ca. 1732, † Letzkau 24.03.1792
    Stiefvater: Jacob Klein, Mitnachbar, Schulze und Kirchenvorsteher in Letzkau, ∞ Letzkau 11.01.1780, † Letzkau 08.04.1800
    Die Schwester Maria Elisabeth Bieberstein (* 1766) heiratet 1792 Martin Kohland vom Hof KlZ A14

    10 Kinder, davon > 5 Jahre: 7
    1) Susanne Elisabeth Erdmuth, * 25.02.1792, † Letzkau
        30.10.1808
    2) Martin, * 04.10.1793
    3) Peter Gotthilf, * 01.11.1795
    4) Michael Wilhelm, * 27.09.1797
    5) Johann Gottlieb Wilhelm, * 28.05.1799, † Danzig 20.08.1892
        Schuhmachermeister in Danzig, in 2. Ehe verheiratet mit Maria
        Kaufmann
    6) Johann David Salomon, * 01.09.1800, † 27.03.1801
    7) Sara Carolina Renata, * 14.07.1802
        ∞ Marienburg 24.10.1822 mit Johann Messerschmidt,
        Schuhmachermeister in Hoppenbruch, Kr. Marienburg
    8) Ohne Namen, * 20.08.1805, † 20.08.1805
    9) Johann Salomon Ferdinand, * Letzkau 22.04.1810, † Käsemark
        08.04.1813
    10) Constantia Maria Dorothea, * Letzkau 07.05.1812

    Preußische Landesaufnahme von 1793, KlZ:

    21. Martin Baumann, Hubenwirt, 1 Feuerstelle
    a) Personenstand: 1 Mann, 1 Weib, 1 Tochter,
        3 Knechte, 2 Mägde, zusammen 8 Personen
    b) Viehbestand: 14 Pferde, 5 Kühe, 2 Jungvieh, 18 Schweine, 2 Bienenvölker
    c) Landbesitz: 4 Hufen = die addierten Hufen dieses
        Hofes sowie des Hof Hof KlZ 12

    d) Abgaben: 22 Rt Zins, 18 Rt Dienstgeld, 1 Rt 18 Gr Naturaliengeld

    22. Dessen 2. Hof = Hof KlZ 12
     

Feuerversicherung 1798 - nach Jantzen
11. Martin Baumann: Brandhuben 4; Landhuben 4; Brandvieh 30

1807/08 verläßt Martin Baumann mit seiner Familie diesen Hof und zieht nach Letzkau. Es ist nicht klar, ob der Hof im Kontext der Kriegswirren zerstört wird und der Umzug eine Flucht bedeutet oder ob der Hof verkauft wird - falls ja, an wen? Dies ist eigentlich nicht die richte Zeit für Käufe und Verkäufe von Höfen.
1811 erfolgt die Beerdigung von Martin Baumann als Nachbar in Letzkau. 1813 stirbt  der jüngste Sohn Johann Salomon Ferdinand in Käsemark. Die Witwe Eleonore Constantia Baumann, geborene Bieberstein, wird als dortige Eignerin bezeichnet. Danach gibt es bislang keine weiteren Spuren von ihr.

Der folgende Eigentümer des Hofes, Wilhelm August Fleege, übernimmt diesen frühestens 1821. Nicht auszuschließen ist die Möglichkeit, dass der Hof von 1807/08 bis 1821 brach liegt.

Ausschnitt aus der "General Karte von
Der Danziger Elbinger und Marienburg Niederung
Aus speziellen Vermessungen zusammengetragen, nebst Situation der
angrenzenden Höhe, welche aus der Topographischen Aufnahme herangetragen werden, gezeichnet durch Hesse im Jahre 1803/4"

Kb Chronik 1836 & Kb Register & Familiendokumente

Liste Nr. 12

August Fleege hat 1 Hof mit 3 Hufen und 20 Morgen - Müller

  • Wilhelm August Fleege (im Kb Neuteich Flege, im Kb Stüblau Pfliegel) / offensichtlich Kauf
    1 Hof mit 3 Hufen, 20 Morgen
    * ca. 1788 in ?, † Tralau 23.04.1853
    Eltern: Gottfried Pfliegel, Müllermeister in Koblien (nicht identifizierter Ort)

    Stüblau 21.08.1811 mit Christina Wiedemann
    * ca. 1793 in ?, † nach 1853 in ?
    Eltern: Johann Wiedemann, 1811 Mitnachbar in Stüblau

    Bei seiner Heirat 1811 ist Wilhelm August Fleege Müllermeister in Stangenberg.
    Wo dann die folgenden mindestens fünf Kinder geboren werden ist bislang ungeklärt. Frühestens 1821 erwirbt Wilhelm August Fleege diesen Hof. 1841 wird er bei der Heirat der ältesten Tochter als Hfb in KlZ bezeichnet; 1847 bei der Heirat des Sohnes August Wilhelm in
    Neuteich sowie der Tochter Henriette Friederike in GrZ als Hfb in Tralau und KlZ. Letzteren übergibt / vererbt er diesen Hof.

    mindestens 5 Kinder, davon > 5 Jahre : mindestens 5
    1) Johanne Wilhelmine, * ca. 1812 in ?,
        ∞ 14.10.1841 mit Carl Friedrich Ellerwald, Sohn des
        Mühlenbesitzers Johann Ellerwald in Pruppendorf;
        wird 1844 bei der Geburt des Sohnes August Adolph
        als Mühlenbesitzer mit Wohnort GrZ ausgewiesen.
    2) August Wilhelm, * ca. 1816 in ?, † Trampenau 19.12.1860
        ∞ Neuteich 22.07.1847)(Eintrag auch im Kb GrZ) mit
        Anna Carolina Florentina Ellerwald, Witwe des Hfb
        Martin Jacobsen zu Trampenau
    3) Henriette Friederike, * ca. 1818 in ? / Hoferbin
    4) Juliane Florentine, * ca. 1820 in ?
        ∞ Neuteich 07.08.1849 mit Johann Jacob Schubert, bei der Heirat Ökonom,
        anschließend Hof- und Mühlenbesitzer von Hof GrZ 21
    5) Charlotte Renata, * ca. 1821 in ?
        ∞ Neuteich 13.11.1851 (auch im Kb Groß Mausdorf) mit August Bielfeldt,
        Einsasse & Mitnachbar in Lupushorst
     

  • Abgeleitet aus den Kb-Einträgen:
    Nathanael August Preuss / Einheirat : Tochter
    Hfb in KlZ
    * Losendorf 12.01.1823, † vor 1886
    Eltern: Nathanael Preuss, 1847 Hfb in Losendorf, & Esther Regina Sielmann

    ∞ 14.10.1847 mit Henriette Friederike Fleege
    * ca. 1818 in ?, † Marienburg 07.04.1886

    7 Kinder, davon > 5 Jahre : 4
    1) Friederike Auguste Minna, * 16.07.1848
    2) Luise Emilie, * 18.04.1850
    3) Marie Luise, * 28.05.1851, † 13.10.1851
    4) Friedrich Gustav, * 09.01.1853, † Marienburg 08.03.1884
    5) August Friedrich, * 03.09.1854, † 14.02.1856
    6) Hermann August, * 27.03.1856
    7) Johanna Hulda, 21.04.1858, † 24.09.1858

    1858 Adressbuch: Nicht aufgeführt.

    Um 1860 herum verkauft Nathanael August Preuss den Hof. Wohin er zieht ist unklar. In den 1880-er Jahren sterben die Witwe sowie ein Sohn und heiraten die anderen drei Kinder in Marienburg.
     

  • Martin Ferdinand Müller (in der Chronik steht nur "Müller") / Kauf
    Hofbesitzer in KlZ

    Nach dem Tod des Vaters Friedrich Wilhelm Müller (III) 1853 in Neukirch kauft der älteste Sohn Friedrich Wilhelm Müller (III) einen Hof in Käsemark und zieht zusammen mit seiner Mutter sowie drei Geschwistern einschließlich dem jüngsten Bruder Martin Ferdinand Müller dorthin um. Letzterer erwirbt diesen Hof um 1860 und baut nach einem Brand um 1870 das Wohngebäude und die Ställe neu auf.

    * Neukirch 23.02.1836, † 11.08.1891 - er erhängte sich
    Eltern: Friedrich Wilhelm Müller (III), * 04.06.1786 Königsberg, † Neukirch 04.06.1853, ab ca. 1814 Huf- und Waffenschmied in Trappenfelde, ab 1834 Nachbar in Neukirch, & Carolina Dorothea Ott aus Leske, ∞ Neuteich 01.12.1814.

    Steegen 01.05.1866 mit
    Auguste Caroline Glodde
    ,
    * Steegnerwerder 18.12.1847, † 20.10.1927
    Eltern: Wilhelm August Glodde,
    Hfb in Steegnerwerder, & Catharina Charlotte Hintz

    15 Kinder, davon > 5 Jahre : 11
    1) Olga Caroline Charlotte,
    1) * 15.02.1867, † Danzig 25.11.1935
    1) ∞ 09.10.1894 mit Johann Hermann Roggatz,
        * Simonsdorf 24.06.1854, † Danzig 18.04.1919,
        1894 Müllermeister in Trutenau
        Eltern: Johann Eduard Roggatz, Mühlenbesitzer in Trutenau, & Dorothea
        Wilhelmine Wilm.
    1) Johann Hermann Roggatz taucht zusammen mit den Schwiegereltern ab 1911 in
        den Danziger Adressbüchern auf. Er firmiert dort bis zu seinem Tod 1919 als
    1) Reisender, Maschinen-Reisender und Kaufmann.

    2) Paul Albert Ferdinand / Hoferbe
     1)* 10.01.1868, † Danzig 28.10.1922

    3) Ohne Taufe,  * 12.01.1869, † 04.02.1869

    4) Emma Caroline
    1) * 03.01.1870,
        ∞ 22.09.1891 mit David Eduard Haak,
        * Schönsee 04.10.1864, † Danzig, Diakonissenkrankenhaus, 10.10.1928
        1891 Zimmermeister zu Schöneberg, 1927/28 Werftbudenpächter in
        Schmerblock / Heringskrug in Schönrohr
    1) Eltern: David Haak, 1891 Bauunternehmer in Schöneberg, & Wilhelmine
        Schröter
        David Eduard Haak ist der Bruder von Albert Haak,
        der 1903 die Schwester 7) Bertha Meta Müller heiratet.
    1) Der ca. 1906 geborene Sohn Max Kurt, Landwirt in Schmerblock, heiratet 1933
        Charlotte Klara Klein, Tochter des August Friedrich Klein, Mühlenbesitzer
        Hof KlZ 18, & Martha Auguste Peters

    Aus dem Lebensbericht von Rudolf Müller (1982/83):
    "
    Über die Niedrige Chaussee (Kleinpflaster, nur Sommerweg) kam man zu ... Eduard Haak in Heringskrug. Dieser stand auf dem Deich der Stromweichsel. "Auf" ist nicht ganz richtig. Der Eingang war vom Deich her, aber das Gebäude stand eigentlich neben oder in dem Deich. Da konnte man durch die niedrigen Fenster beobachten, wie die Möwen im Wind standen. Regelrecht in der Luft standen. Bis sie plötzlich abkippten und davonschossen."

    5) Charlotte Lina
     5)* 02.06.1871, † Platenhof,26.11.1942
        ∞ 10.07.1894 mit)dem Mennoniten Johannes Jacob Wiens
        * Poppau 11.10.1871, † Platenhof 28.06.1943
        1894 Oekonom im Poppau,
        später Hfb in Küchwerder.
    5) Rechts: Paradies-Wiens Hof 2012

    6) Ohne Taufe,
    6) * 14.11.1872, † 14.11.1872

    7) Bertha Meta
    7)  * 26.09.1873, † 16.01.1968 in Sylbach über Lage, Schleswig-Holstein,
    7) ∞ 15.08.1903 mit Albert Haak, Hfb in Schöneberg, 1727/28 Hfb in
        Schmerblock. Eltern: David Haak, Bauunternehmer in Schöneberg adW, &
        Wilhelmine Schröter; Bruder von Eduard Haak, der 1891 die Schwester
        4) Emma Caroline Müller heiratet.

Albert Haak & Bertha Meta, geb. Müller, 195X

Verstorbenenliste "Unser Danzig" 1968

Gott der Herr erlöste von ihrem schweren Leiden durch einen sanften Tod unsere lieben Eltern, Schwiegereltern, Großeltern und Urgroßeltern

Meta Haak, geb. Müller
geb. 26. September 1873 gest. 16. Januar 1968

Albert Haak
geb. 12. Februar 1876 gest. 18. Januar1968

Im Namen aller Angehörigen
Willy Haak

Sylbach über Lage
Hölserheide78
früher Schmerblock, Danzig- Land

Wir haben unsere lieben Eltern am 20. Januar 1968 auf dem Friedhof Hölsen / Sundern zur letzten Ruhe gebettet.

8) August Friedrich Willy,
8) * 30.11.1874, † Berlin 01.11.1945
8)
12-Ender beim Militär, 1905 Militäranwärter, danach Zöllner in Danzig,
8
)∞ 16.11.1905 mit Anna Maria
8) Johanna Schumacher,
    Eltern: Johann Eduard Schumacher,
8) Hfb Hof KlZ 07, & Maria Friedericke Ida
    Theresa Bradtke

9) Wilhelm Bruno
9) * 05.08.1876, † Wannwell,
    Baden-Württemberg 22.01.1959
9) folgt dem Bruder Paul Albert Ferdinand
    als Hfb

10) Otto Ferdinand, * 25.10.1878, †22.10.1887

11) Berta Wilhelmine
11)* 01.05.1880,
    ∞ 22.05.1902 mit Hermann Peter Welms,
    Landwirt in Heubude, später Hfb in Groß Plehnendorf

Berta Wilhelmine Welms, geb. Müller, & Familie - 1952

12) Ida Martha, * 01.11.1881,
    ∞ 29.09.1904 mit Emil Otto Foth, Kaufmann in Danzig,
    * Pasewark 24.11.1877, † Danzig 10.10.1937

13) Johannes Rudolph, * 24.09.1883, † 31.03.1886

14) Minna Auguste, * 01.11.1884, † 07.03.1886

15) Gustav Rudolf, * 25.08.1887, † Steegen 06.08.1909, beerdigt in GrZ

1888 Adressbuch: Kl. Zünder: Müller, Ferdinand, Hofbesitzer
 

  • Paul Albert Ferdinand Müller / Erbe: Sohn
    Hfb und Kirchenvorsteher bis 1910, danach Privatier & Rentier in Danzig
    * 10.01.1868, † Danzig 28.10.1922
    Eltern: Martin Ferdinand Müller & Auguste Caroline Glodde

    ∞ 01.06.1902 mit Margarethe Helena Louise Kaminski
    * Klein Plehnendorf 05.06.1878, † -
    bis zur Heirat Kunstgewerblerin in Danzig
    Eltern: Friedrich Kaminski, Hofbesitzer in Klein Plehnendorf, & Maria Friedericke Ida Therese Brathke, Stiefvater: Johann Eduard Schumacher, Hof KlZ 07

    3 Kinder, davon > 5 Jahre : 3
    1) Hans Martin Albert, * 27.04.1903
    2) Christel Marie Margarete, * 12.08.1904
    3) Erika Ella, * 21.03.1910
     

Messtischblatt von 1910

  • Wilhelm Bruno Müller / familieninterne Vereinbarung
    * 05.08.1876, † Wannwell, Baden-Württemberg, 22.01.1959
    Eltern: Jüngster die Kinder- / Jugendzeit überlebender Sohn von Martin Ferdinand Müller & Auguste Caroline Glodde

    Er übernimmt / kauft (?) vor 1909 den väterlichen Hof von seinem älteren Bruder Paul Albert Ferdinand; Hofbesitzer bis 1945, Kirchenvorstand, Mitglied des Danziger Volkstages 1930 - 1933 für die DVG = "Deutsche Volksgemeinschaft". Bei den Wahlen zum Danziger Volkstag von 1930 erreicht die DVG in Klein- und Groß Zünder knapp 50% - Danziger Volksstimme - Organ für die werkstätige Bevölkerung der Freien Stadt Danzig, Ausgabe vom 18.11.1930.

    CV von Bruno Müller Wilhelm, in: 1931-1933 - Handbuch für den Danziger Volkstag (4. Wahlperiode), Danzig 1931

Reichenberg 04.12.1902 mit Meta Mock
* Weßlinken 08.11.1883, † Danzig 26.07.1936, begraben in GrZ
Eltern: Heinrich Mock, 1902 Buhnenmeister in Letzkau, & Minna Raap

4 Kinder, davon > 5 Jahre : 3

1) Heinrich Ferdinand, * 08.01.1904
    Landwirt in KlZ, d.h., potentieller Hoferbe
    ∞ Danzig 08.09.1928 (St. Marien) mit Käthe Therese
    Beata Dyck
    * 08.01.1904
    Eltern: Max Gustav Dyck, zeitweilig Hfb Hof Y05 in
    Groß Zünderfeld, & Auguste Lehre
    3 Kind, davon > 5 Jahre: 3
    a) Christa Elisabeth, * Danzig - Langfuhr 02.01.1930
        Konfirmation Lager Dragör, DK, 28.04.1946
    b) Bruno Wilhelm, * Danzig 17.01.1932, ~ GrZ 14.02.1932
        Konfirmation Lager Dragör, DK, 28.04.1946
    c) Reinhard, * ca. 1936

2) Curt Bruno, * 06.02.1906 † 25.03.1906

3) Walter Rudolf,
3) * 12.02.1911, † gefallen bei Konduja,
    Russland, 31.03.1942
    1929 Abitur in Danzig, Theologiestudium in
    Tübingen und Königsberg, 1933 bis 1935
    Mitglied der Schutzstaffel (SS),
    ab 1934 Heimleiter und Pfarrer der
    Bekennenden Kirche, Ostpreußen,
    Leutnant
    ∞ Königsberg 12.08.1936 mit
    Irene Frieda Emma Hulda Habermann
    1 Kind, davon > 5 Jahre: 1
    a) Gisela, * Königsberg 19.04.1938,
     † vermutlich Flensburg vor 2014
    Im Februar 2014 wird im Internet bei einer
    bekannten Firma ein Konvolut von Dokumenten
    von Walter Rudolf Müller und Irene Frieda Emma
    Hulda Habermann (u.a. Lebenslauf,
    Führerschein, Briefe, Zeugnisse, Bescheide,
    Photos, etc.) ersteigert.


4) Liesel Dora Minna, * 21.06.1914 in ???,
    † Reutlingen, ca. 1985
4) ∞ 29.04.1939 mit Kurt Georg Waschke, Kaufmann, Unteroffizier,
4) * Danzig 30.12.1905, † gefallen nordwestlich von Stalingrad
     (Q: Volksbund und StA Danzig)
   
Eltern: Friedrich Wilhelm Waschke, Hfb in Altdorf, & Margarethe Helene
    Harder
    1 Kind, davon > 5 Jahre: 1
    a) Tochter, * Danzig - Langfuhr 1942 - im November 2018 aufgestöbert
        auf Mallorca


1909 Handbuch des Grundbesitzes - Westpreußen:
Bruno Müller:  48,00 ha Acker / Garten,  30,00 ha Wiese, Summa 78,00 ha, Grundsteuer-Reinertrag 1351 M, Industrielle Anlagen: Molkereianteil, Viehzucht / Viehverwertung: Holländer Milch- und Mastvieh

1914 Telefonbuch: Müller, B. Gutsbes., Kl. Zünder bei Gottswalde (Danz. Niederung) 67

1921 Telefonbuch Groß Zünder: Müller, Bruno, Klein Zünder, 67

1923: Mitglied in der "Danziger Stutbuch - Gesellschaft für edles Halbblut Trakehner Abstammung (Alte Westpreußische) E.V."
Q: Danziger Stutbuch (1923)

1927/28 Adressbuch:
Müller, Bruno, Hofbesitzer, Groß-Zünder 67
- Heinrich, Landwirt - der Sohn Heinrich Ferdinand
- Karoline, Rentiere - die Mutter Auguste Caroline Glodde

Staatsanzeiger 09.05.1934, Ausgabe 34:
Ablehnung des Antrages auf Entschuldung

1942 Telefonbuch: Müller, Bruno, Bauer, Klein Zünder b. Gottswalde, 67

Links ist Nordosten, die Straße führt nach Schmerblock

Ausschnitt aus Neeff, Bertha: Gemeindeseelenliste Klein Zünder
Bundesarchiv: 0317, Ost-Dok. 3, Westpreußen, Danzig 42, KlZ

HOK DZG KlZ 1873

Das Datum 14.05.1945, Flucht von KlZ, ist vermutlich ein Zahlendreher und gemeint ist der 15.04.1945. Wilhelm Bruno Müller geht zusammen mit seiner Tochter und Enkelin auf die Flucht per Schiff.

HOK DZG KlZ 1972

Über ein Lager in Dänemark landet Wilhelm Bruno Müller ca. 1947 mit Tochter Liesel Dora Minna Waschke, geb. Müller, und der Enkelin in Dottingen bei Münsigen auf der Schwäbischen Alb. Dort trifft er u.a. den ehemaligen Pfarrer von GrZ, Heinz Decker.

Von Dottingen schreibt Wilhelm Bruno Müller Anfang 1949 an seinen Neffen in Oldenburg, Niedersachsen, u.a.:

"Was Du über die Oldenburger schreibst, habe ich gelegentlich meiner mehrmaligen Besuche der Hengstmärkte auch schon festgestellt. Die Hengste waren allerdings nicht so stur....

... Hier ist kürzlich einer aus russischer Gefangenschaft zurückgekehrt, der in Schievenhorst mit dem letzten ??? von ca 20 000 geschnappt wurde. Es ist fürchterlich. Als Oberleutnant wurde Er von Dt. Eilau ab mit den Mannschaften gleich schlecht behandelt, und mussten alle bis zum Hauptmann jede Arbeit bei unsagbar schlechter Kost leisten, und sind natürlich sehr viele eingegangen.

Wie es uns hier ergeht hast ja aus Ediths Brief ersehen, was soll ich viel Worte machen, die Arbeit schmeckt uns, wir haben uns auch schon verschiedenes anschaffen können, die Leute sind fast durchweg sehr nett zu uns, wenn ich nun erst meine neuen Bezüge von 70 M monatlich erhalte, ist es schon wieder besser als jetzt mit 28 M, und muss ich ehrlich sagen ich habe kein grosses Verlangen mehr, nach der Heimat zurückzukehren. ..."

Der letzt Satzteil erstaunt ...

Sein Neffe schreibt in seinen Erinnerungen über ihn:

"Zum vorletzten Mal sah ich Onkel Bruno, als er zu einer Sitzung des Volkstages, des Danziger Parlaments, fuhr, dem er als Mitglied angehörte. Das letzte Mal sah ich ihn in der Rauen Alb südlich von Stuttgart, wohin es ihn mit seiner verwitweten Tochter verschlagen hatte. Seine Augen blitzten immer noch. Er schuf sich ein Zubrot zu der kärglichen Unterstützung – der Lastenausgleich für die Flüchtlinge lief noch nicht – durch Flickschusterei. Und er wirkte immer noch vergnügt. Nur ich hätte weinen können."

 

1956: Wilhelm Bruno Müller mit Tochter Liesel Dora Minna Waschke, geb. Müller, und Enkelin - Konfirmationsphoto

Verstorbenenliste "Unser Danzig" 1959
Nach längerem, mit größter Geduld ertragenem Leiden entschlief am
22. Januar 1959 unser lieber, guter, treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel

Bruno Müller, früher Klein – Zünder im 83. Lebensjahr.

In stiller Trauer:

Heinrich Müller und Familie, Oberhausen / Rheinld., Linderntannstr. 69.

Irene Müller und Tochter, Flensbg., Mürwickerstr. 92.

Liesel Waschke und Tochter, Wannwell, Wttbg., Jahnstr. 48

 

Der Müllersche Hof 2010 und 2012 ... es geht dem Ende zu

Der Müllersche Hof 2016: Der Autobahnbau hat der Ruine den Rest gegeben, sie ist jetzt vollkommen demoliert. Nur das zum Hof gehörende Insthaus (hinten) sowie das Melkerhaus stehen noch. Immerhin wissen wir jetzt woher die gelben Ziegel kamen: Von der Ziegelei Hirschberg in Kniebau, südlich von Dirschau

Aufstieg und Niedergang des Müllerschen Hofes in Klein Zünder