Auf dem Weichsel-Werder-Ring
Die Entdeckung der Langsamkeit im Jahr 2013


 

 

Auf und unter der Weichselbrücke Dirschau

 

Die Weichselbrücke Dirschau, immer wieder faszinierend, auch wenn sie nach den Zerstörungen im WK 2 arg zusammengeflickt ist. 2010 fuhren wir zum ersten Mal mit dem Auto über die Brücke ... ganz geheuer war uns zwar nicht, aber sie hielt, und wir gelangten unbeschadet auf das östliche Ufer. 2012 standen wir vor der gesperrten Brücke - die Sperrung war unter Berücksichtigung des Zustandes nachvollziehbar.

Diesmal laufen wir hinüber, sie ist offen für Fußgänger, Fahrrad- und Mopedfahrer, Rollschuhe, Kinderwagen, etc.

Und, was uns erfreut, die Restaurierung hat begonnen. Aber noch wird es demjenigen, der Lust auf ein Bad in der Weichsel verspürt, ziemlich leicht gemacht. Entweder man lässt sich vertikal durch eines der zahlreichen Löcher - insbesondere im Gehweg für die Fußgänger - fallen oder spaziert horizontal nach Norden oder Süden über den Brückenrand hinaus, ungehindert durch lästige Brückengeländer. Da einige von uns jedoch solche luftigen Konstruktionen aus anderen fernen Ländern gewöhnt sind, kommen wir heil hinüber und zurück.

Die Brücken 2011

Der Alte Herr war gelernter Diplom-Ingenieur der TH-Danzig mit dem Spezialgebiet Brückenstatik. Der Anblick dieses Bildes hätte wohl Tränen in seinen Augen erzeugt und zu einem strikten Verbot an seine Kinder, diese Brücke auch nur eine Sekunde zu betreten ... aber die "Konstruktion", deutsch-polnische Wertarbeit, hat gehalten, jahrzehntelang ... wir sind drauf gehüpft!

Ich drehe die Zeit zurück in die Jahre 1857 bis 1888. Die zweite Brücke steht noch nicht, sondern nur die Erste als kombinierte Straßen- und Einsenbahnbrücke mit 14 (!!) neugotischen Türmen ... was für ein Anblick!
Kleine technische Frage: Wo bestellt man Zeitmaschinen?

Bye, Dirschauer Brücke! Bis zum nächsten Mal ...

 

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