Auf dem Weichsel-Werder-Ring
Die Entdeckung der Langsamkeit im Jahr 2013


 

 

Mewe / Gniew

 

Mewe ist neu für mich. Die einzige bislang bekannte Verbindung besteht darin, dass ein Wannovius Ableger hier im 17. Jahrhundert Pfarrer war.

Wir steigen zur Deutschordensburg und zum Barockschloss hinauf ... und stehen inmitten eines riesigen Hotel- / Restaurant- / Veranstaltungskomplexes. Der Innenhof der Burg ist mit Glas überdeckt - beeindruckend. Wir sitzen und schauen. Hier geht es anders als in Marienburg nicht um Historie, sondern um Altes für heutige Aktivitäten nutzbar zu machen. Die Verbindung erscheint geglückt.

Gemälde des Brandes der Burg im Jahr 1921

Ich lese, dass hier im Sommer "Ritterspiele" stattfinden. Wir sehen eine Tribüne und einen kleinen Trupp an Leuten, zum Teil in Phantasiebekleidung, der sich an einem Vorderlader zu schaffen macht und auf eine Zielscheibe schießt. Die Teilnehmer haben offensichtlich beizeiten die Abschlussprüfung nicht geschafft und müssen jetzt nachsitzen ... Ansonsten ist alles ganz ruhig ...

Wir gehen in die Stadt, finden am Marktplatz ein nettes kleines Cafe, bummeln anschließend kreuz und quer.

Marten ist fasziniert von der Krypta. "Meinst du, ich könnte für mich auch eine Krypta  ...???" "Nein!"

Bei etlichen Anstrichen restaurierter Häuser würde unsere Bonner Denkmalschützerin wohl die Krise kriegen. Dabei ist's ganz einfach: Welche Farbe gibt es gerade im Sonderangebot? Anders lässt sich die Farbwahl vielfach nicht erklären.

Das "Gasthaus zur Weichsel" sieht nicht gerade vertrauenerweckend ein - wir verzichten auf einen Test ...

Zurück zum Boot, das sich inzwischen netterweise niemand anderes angeeignet hat.

Beim Schieben des Bootes ins Wasser vom sandigen und matschigen Ufer läuft immer einer der Mannschaft der Gefahr von nassen Füßen. Wir losen. Eigentlich mathematisch unmöglich, aber wie der Zufall es nun mal will, während der gesamten Reise trifft es immer Wulf.

 

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