Einleitung

 Nachbarn und Hofbesitzer in Mönchengrebin
 vom 17. bis 20. Jahrhundert

          MG 03 MG 24 MG 26    
GrZ 11 GrZ 12 GrZ 13 GrZ 14 GrZ 15 GrZ 16 GrZ 17 GrZ 18   GrZ 20

Hof MG 03
Erwin Maker - Grundbuch Nr. 3 +1

aktualisiert 11.10.2017
 

 

 Karte Berndt von 1599

Dieser Teil wird später nach SP XX verschoben

10.06.1727

Andreas Wessel, * Sperlingsdorf 19.10.1696, Mitnachbar in Sperlingsdorf Hof SP 08 und Hof SP 09 heiratet in Wotzlaff
Susanna Eichholz, * um 1700 als Tochter des Mitnachbarn Jacob Eichholz aus Schönau und Catharina Schwartz
– Geburtsort und -datum sind bislang unklar trotz vieler Eichholtz-Geburten.

Kinder: 12, davon >5 Jahre: 6

  1. Susanna, * SP 21.06.1728, † SP 04.07.1728

  2. Dorothea, * SP 07.08.1729
    Sie heiratet am 30.01.1753 Peter Hoffmann, Arrendator der Mönchengrebiner Windmühle

  3. Jacob, * SP 10.12.1730

  4. Susanna, * SP 14.02.1732, † 19.05.1732

  5. Andreas, * SP 23.02.1733

  6. Bartholomäus, * SP 29.03.1734, † SP 06.11.1735

  7. Johann, * SP 01.11.1735, † SP 11.10.1742

  8. Anna Elisabeth, * SP 19.05.1737, † SP 22.06.1740

  9. Bartholomäus Wessel
    * Sperlingsdorf 29.04.1739, † Mönchengrebin 04.06.1804

  10. Anna Maria, * SP 12.08.1740

  11. Susanna, * SP 11.03.1742

  12. Johann, * SP 10.09.1743, † SP 11.10.1743

01.05.1746

Andreas Wessel verkauft seinen Hof in Sperlingsdorf (Hof SP 08 und Hof SP 09),  kauft diesen Hof mit 2 Hufen für 6000 fl. und zieht mit Ehefrau Susanna Eichholtz und sechs Kindern um.

Der Vorbesitzer dieses Hofes ist bislang nicht bekannt.

Wessel, Max (1926), S. 59

26.01.1750

Andreas Wessels Frau Susanna Eichholtz stirbt in Mönchengrebin und wird in Herrengrebin begraben

20.06.1753

Andreas Wessel heiratet in Letzkau Barbara Klein, * Langenfelde vor 1734, Tochter des  Paul Klein, * Letzkau 12.02.1686.  Dieser heiratet als Nachbar in Langenfelde am 27.04.1722 in Groß Zünder Elisabeth Mittag vom Hof KlZ 12. 1739, bei seiner zweiten Heirat in Gottswalde mit Sara Klatt, ist er Nachbar in Letzkau. Dort stirbt er am 13.09.1752 als Mitnachbar, Kirchenvorsteher, Geschworener und Schöppe.
Anmerkung: Das KB Stüblau fängt erst 1741 an, deswegen lässt sich die Geburt der Barbara Klein nicht bestimmen.

13.11.1757

Andreas Wessel stirbt 61-jährig in Mönchengrebin und hinterlässt aus der ersten Ehe 3 Söhne und 3 Töchter.

Erbe wird Jahre später Bartholomäus Wessel, * Sperlingsdorf 29.04.1739:  „Da Bartholomäus beim Tode seines Vaters erst 18 Jahre alt war, sein ältester Bruder Jacob aber bereits im 27. Lebensjahre stand, so ist anzunehmen, daß dieser oder der um drei Jahre jüngere Bruder Andreas mit der Stiefmutter die Wirtschaft fortführten und die Erbauseinandersetzung erst nach Verlauf mehrerer Jahre stattfand.“(Wessel, Max (1926), S. 63)

23.04.1758

Seine Witwe Barbara Klein heiratet in der Kapelle Herrengrebin den Nachbarn Johann Jacob Maker (I) vom Hof MG 24 und verlässt diesen Hof.

1758 - 1761

Mehrfache Einquartierungen von russischen Truppen. Die Erben haben Mühe, den Hof zu halten.

18.10.1768

Bartholomäus Wessel heiratet Florentine Jorcks (Jox), * ca. 1744, Witwe des Nachbarn Heinrich Wulff aus Sperlingsdorf und zuvor von Christian Eller aus Mönchengrebin

Kinder: 3, davon >5 Jahre: 1

  1. Andreas Wessel, * Mönchengrebin 13.08.1769, † Stüblau 29.04.1809 als Eigenthümer und Krüger
    Zwei weitere Söhne sterben im Kindesalter

1772
1. Polnische Teilung

Mönchengrebin fällt an Preußen. Damit endet der dortige Grundbesitz des Klosters Oliva.

Bartholomäus Wessel ist Schulz von Mönchengrebi
n. Wessel, Max (1926), S. 65:
„Anscheinend war er schon zur Übergangszeit Schulze von Mönchengrebin“.  Mit Übergangszeit ist die Einvernahme der Besitzungen des Klosters Oliva durch Preußen gemeint.

1772/73
Preußische Landesaufnahme

Bartholomäus Wessel wird als Grundbesitzer in Mönchengrebin aufgeführt.
 

01.04.1773

Ehefrau Florentine Wessel, geb. Jox, stirbt 29-jährig in Mönchengrebin

19.10.1773

Bartholomäus Wessel heiratet Anna Maria Segler, * 03.09.1750, Tochter des Nachbarn Michael Segler aus Mönchengrebin, Hof MG 04.

Kinder: 9, davon >5 Jahre: mindestens 4

  1. Michael Gottlieb, * MG 25.08.1775

  2. Gottlieb, * 19.12.1776 in MG, † MG 1807
    Am 23.10.1806 heiratet er Constantia Renata Segler,
    * MG 17.04.1780, Tochter von Michael Segler & Regina Elisabeth Strauß
    Ihre Tochter Juliana Albertine wird am 02.08.1807 geboren – zu dem Zeitpunkt lebt Gottlieb laut Geburtseintrag nicht mehr.

  3. Maria Susanna, * MG 11.04.1778

  4. Bartholomäus (Barthel), * MG 26.04.1779, † SP 06.12.1837,
    wird Nachbar des Hofes SP 40

  5. Carl, * MG 14.09.1780

  6. Anna Sabina, * MG 10.12.1781

  7. Johann Jacob, * MG 04.12.1783, † MG 12.12.1849
    Er wird Nachbar des Hofes MG 04.

  8. Anna Maria Susanna, * 15.02.1785

  9. Florentine Elisabeth, * MG 27.10.1792, † Müggenhahl 26.08.1867
    Sie heiratet am 15.01.1818 in Wotzlaff Nathanael Gottlieb Scheibe, Lehrer und Organist zu Sperlingsdorf, und bekommt mit ihm sieben Kinder. Die Scheibe stellen zwischen 1770 und 1900 vier Generationen von Schullehrern und Kirchenorganisten in Dörfern der Danziger Niederung sowie in Marienburg.

1787

Bartholomäus Wessel erwirbt einen zweiten Hof mit 1 Hufe, 24 Morgen (ca. 31 ha) Pachtland. Dies muss nach dem Ausschlussverfahren der unmittelbar benachbarte Hof MG 02 sein.

Wessel, Max (1926), S. 65

18.07.1803

Bartholomäus Wessel erhält wie die anderen Nachbarn in Mönchengrebin vom preußischen Staat einen Erbpachtvertrag auf 30 Jahre, rückwirkend ab 1800. Bis dahin haben die Pachtverträge eine Laufzeit von fünf Jahren.

Karte Hesse 1804
unten Hof MG 03, oben Hof MG 0
2

14.06.1804

Bartholomäus Wessel stirbt 65-jährig als Erbpächter von 2 Höfen und Schulz in Mönchengrebin.

18.08.1804

Seine Witwe Anna Maria Segler stirbt zwei Monate später.
(Die Daten beruhen auf Angaben von Max Wessel. Bislang finden sich die entsprechenden KB-Einträge nicht.)

Diesen Hof MG 03 erbt der jüngste Sohn Johann Jacob Wessel, während Gottlieb Wessel den 1787 angekauften Hof MG 02 (1 Hufe, 24 Morgen) erbt.

Wessel, Max (1926), S. 69: „Auf dem elterlichen Grundstück, standen 375 Thlr. für das Kloster Oliva und 750 Thlr. für einen Heinrich Wulff eingetragen. Bei der Übernahme des Besitzes wurden dann noch 10.000 fl. D. C. für die Schwester Elisabeth Florentine als deren Erbteil eingetragen.“

26.06.1808

Johann Jacob Wessel heiratet Anna Catharina Helene Strehlau (Strelau)
* MG 01.11.1780, † MG 15.06.1857, Tochter des Mitnachbarn Johann Gottlieb Strehlau vom Hof MG 05
und Anna Catharina König.

Kinder: 4, davon >5 Jahre: 3

  1. Gottlieb August, * MG 03.08.1810, † 09.02.1881 als Pächter in Prauster Pfarrdorf. Er heiratet am 10.05.1846 in Praust Caroline Wilhelmine Pschlewski

  2. Bartholomäus Wessel, * MG 30.11.1812, † MG 11.12.1893 als Eigentümer. Er heiratet am 01.11.1857 Regina Renata Schiedmann, * ca. 1833, † MG 08.09.1883, Tochter des Arbeiters Johann Schiedmann – beide begraben in Herrengrebin

  3. Johann Jacob Wessel, * MG 23.09.1815, † MG 01.07.1824

  4. Friedrich Wilhelm Wessel, * MG 30.03.1822, † MG 24.04.1823

1816

Johann Jacob Wessel muss den Hof aus wirtschaftlichen Gründen verkaufen. Er erhält für ihn 3335 Thlr., etwas mehr als die Hälfte des geschätzten Wertes. Seine Gläubiger kann er nur befriedigen, weil seine Schwester sich für ihre Forderung mit dem Rest des Verkaufserlöses begnügt, der nach Anrechnung der beiden ersten Hypotheken und nach Entrichtung von 1100 Thlr. rückständigen Zinsen, Kämmerei- und Dorfabgaben übrig bleibt. Es sind dies 1327 Thlr. 22 Gr. 6 Pf. anstatt 2500 Thlr. Kapitalforderung und 500 Thlr. rückständiger Zinsen.
Wessel, Max (1926), S. 69:
„Der Krieg hatte somit auch Johann Jacob Wessel zum Bettler gemacht“

Zur Erhaltung seiner Existenz scheint ihm die Familie seiner Ehefrau dann die Nutzung des Stegkruges zu überweisen. Siehe Hof MG 05

 1816

Johann Jacob Peckruhn erwirbt den Hof.

* Landau 07.06.1769 als Sohn von Johann Peckruhn, Nachbar in Landau, und Susanna Philipsen

Er heiratet am 27.12.1799 in der Kapelle Herrengrebin Sara Maker, * 20.01.1776, jüngste Tochter des Mitnachbarn Jacob Maker, Hof MG 16, und Elisabeth Wiggert.

Kinder: 6, davon >5 Jahre: 1

  1. Susanna Elisabeth, * MG 30.12.1799, † Weßlinken 08.11.1868
    Sie heiratet am 14.06.1827 in Reichenberg Johann Jacob David, Hfb in Weßlinken,
    * Weßlinken 05.05.1791, † Weßlinken 10.04.1861,
    Sohn des dortigen Hfb Peter David und Anna Maria Roese

  2. Dorothea, * Landau 12.06.1801, † Osterwick 14.07.1807

  3. Dorothea, * Landau 12.06.1803, † Landau 14.07.1807 bei der Großmutter

  4. Caroline Renata Henriette Beata, * Osterwick 21.01.1803, † Osterwick 11.08.1803

  5. Carl, * Osterwick 08.10.1804, † Osterwick 18.10.1804

  6. & Carolina, * Osterwick 08.10.1804, † Osterwick 23.10.1804

Sara Peckruhn, geb. Maker, stirbt am 16.02.1806 in Osterwick.

In zweiter Ehe heiratet Johann Jacob Peckruhn am 29.08.1809 in Dirschau Paulina Renata Mischke.
* Danzig 17.01.1786, getauft in der St. Marienkirche
Eltern: Johann Benjamin Mischke, * Danzig 16.01.1743, † Osterwick 05.09.1807, Prediger in Löblau, dann in verschiedenen Kirchen in Danzig, ab 1795 Hfb in Güttland, ab 1800 Landpfarrer in Osterwick - vollständiger Werdegang -, & Johanna Renata Hacker, * ca. 1745, † Schliewen, Kr. Dirschau, 24.07.1810, begraben in Osterwick.

Zum Zeitpunkt der Heirat 1809 ist Johann Jacob Peckruhn lt. KB Dirschau Pächter in Kemnade bei Scharfenort, das seit dem "Frieden von Tilsit" vom 09.07.1807 zur "Freien Stadt Danzig" gehört, wo der französische "Code Civil" gilt. Deswegen lassen Johann Jacob Peckruhn und Paulina Renata Mischke ihre Ehe am 31.12.1809 in Gischkau nachträglich die Zivilehe protokollieren.

In Kemnade wird im Mai 1810 auch das erste Kind geboren.

Wo die Familie anschließend bis 1815 lebt ist unklar. Das zweite und das vierte Kind wird an unbekanntem Ort geboren und getauft, das dritte Kind 1814 in Schliewen. Das KB Dirschau bezeichnet Johann Jacob Peckruhn  als "Einwohner in Schliewen". 1815 stirbt der zweite Sohn in Landau; der Vater ist "Nachbar in Landau", vermutlich des elterlichen Hofes. Ob er oder einer der Peckruhn-Brüder dessen Eigentümer ist bleibt unklar.

Kinder: 10, davon >5 Jahre: 8

  1. Johann Paul, * Kemnade 17.05.1810, ~ in Gischkau, † Landau 15.01.1816 - ertrunken

  2. Johann Ferdinand, * an unbekanntem Ort ca. 1813, † Landau 18.09.1815

  3. Johann Carl, * Schliewen, Kr. Dirschau, 13.07.1814, getauft in Dirschau

  4. Johanna Paulina, * an unbekanntem Ort ca. 1815 (?), † MG 17.04.1817

  5. Charlotte * MG 22.02.1818, † MG 25.03.1829

  6. August, * MG 13.02.1820

  7. Adolph, * MG 12.04.1822

  8. Ferdinand, * MG 12.04.1823

  9. Carl, * MG 21.04.1825, † MG 18.04.1834

  10. Johann Paul, * MG 29.06.1831

01.12.1835

Hofbesitzer ist Johann Jacob Peckruhn - der Name ist mit "Pennuhr" falsch geschrieben. Das Grundstück soll verkauft werden, Schätzwert: 2291 Rthlr, 28 Sgr, 4 Pf

http://books.google.de/books?id=UvVOAAAAcAAJ&hl=de&pg=PA473&img=1&pgis=1&dq=M%C3%B6nchengrebin&sig=ACfU3U1tMT75q55E_lB3fi_mYTH32qTVaQ&edge=0

Amtsblatt der Regierung zu Danzig 1835

nach 1835

Mitnachbar Johann Jacob Peckruhn stirbt.

ca. 1836
bis 1841

Ungeklärte Lücke

ca. 1841

Hofbesitzer Friedrich Wilhelm Ohl kauft den Hof. Er ist zuvor von 1836 bis 1838 Hfb in Grebinerfeld und 1839 in Gerdin.

* Rosenberg, Danziger Höhe 04.12.1803, † MG 15.02.1870, Sohn von Peter Ohl, Pächter in Rosenberg, * kath. Langenau 13.11.1757, † nach 1818, und Christina Catharina König, * kath. Rosenberg 14.10.1776.

Er heiratet am 29.12.1836 in Sobbowitz Anna Margaretha Bahlinger, * Gardschau 08.12.1817, Tochter des Hakenbüdners Peter Bahlinger (* Gardschau 25.11.1793, † Gardschau 22.11.1827), und der Anna Catharina Kübler (* Suckschin 19.03.1795, † Gardschau 07.05.1848).

Die Bahlinger sind Nachkommen einer Gruppe Auswanderer aus Württemberg, die sich im 18. Jahrhundert auf der Danziger Höhe angesiedelt.

Kinder: 12, davon >5 Jahre: 11

  1. Peter Ottomar, * 11.1837, † Praust 13.12.1869, heiratet am 18.12.1863 in Wossitz Caroline Ernestine Bahlinger, verw. Ortmann, * Gardschau 1826, und übernimmt einen Hof in Grebinerfeld.
    Die Heirat ist eine zwischen Neffen und Tante.

  2. Anna Christine Amanda, * Gerdin 30.12.1839, † nach 1875, heiratet am 24.05.1860 in Wossitz Johann Laude, * Breitenberg, Krs. Schlawe, 1829, † 06.11.1890, Bäckermeister in Schöneck, siehe Hof MG 01

  3. Ida Mathilde Luise, * MG 24.11.1841, † MG 23.09.1874

  4. Friedrich Wilhelm Gustav, * 29.07.1843, † MG 22.04.1868

  5. Alwine Juliane, MG 30.04.1845, † Sobbowitz 31.10.1892
    Sie heir
    atet in der Kapelle Sperlingsdorf am 08.10.1863 Adolf Albert Bahlinger, * Sobbowitz 30.04.1834, † nach 1892, Gasthausbesitzer in Sobbowitz. -
    Die Mutter von Alwine Juliane, Anna Margaretha Bahlinger, ist seine Kusine.

  6. Adolf August, * MG 15.03.1847, † nach 1873 (nicht in Letzkau)
    Er heiratet in der Kapelle Sperlingsdorf am 15.03.1873 Auguste Wiebe, * Sperlingsdorf
    15.03.1849, vom Hof SP 06 und Hof SP 07. Er übernimmt 1873 einen Hof in Letzkau.

  7. Hulda Auguste Theodora, * MG 17.02.1849, † Groß Zünder 21.06.1918, begraben in Wotzlaff
    Sie heiratet in der Kapelle Sperlingsdorf am
    04.04.1872 Rudolf Ma
    ker, *
    MG 17.11.1845 vom Hof SP 06 und Hof SP 07, Hofbesitzer in Scharfenberg, ab 1879 Hof SP 06 und Hof SP 07

  8. Luise Ernestine Karoline, * MG 10.01.1851, nicht 10.02.1851, † MG 10.04.1874

  9. Hermann Eduard, * MG 18.05.1852, † MG 26.04.1881

  10. Anna Ottilie Luise, * MG 27.12.1856, † MG 23.04.1877

  11. Martha, * MG 28.02.1858, † nach 1882
    Sie heiratet nach 1882 Carl Sielaff aus Wend. Silkow bei Stolp in Pommern.

  12. Friedrich Wilhelm Ohl, * MG 06.03. 1861, † MG 23.12.1865

1855

Friedrich Wilhelm Ohl ist Abgeordneter des Danziger Deichverbandes für das Dorf Mönchengrebin

1858

Statistisch-Topografisches Adreß-Handbuch Westpreußen:
Fr. Ohl wird als Pächter von 2 Hufen kulm. (ca. 35 ha) geführt

1866

Kreis-Blatt für den Danziger Kreis Nr. 22/1866 vom 02.06.1866, S. 232

15.02.1870

Hofbesitzer Friedrich Wilhelm Ohl stirbt in Mönchengrebin und hinterlässt seine Witwe mit 9 Kindern.

1873

Anna Ohl, geb. Bahlinger, steht im Verzeichnis der zum Wahlverbande der größeren Grundbesitzer … gehörenden Grundbesitzer
- zum preussischem Dreiklassenwahlrecht siehe Wikipedia

Kreis- und Anzeige-Blatt für den Danziger Kreis Nr. 26/1873 vom 02.04.1873, S. 166

1874

Kreis-und Anzeige-Blatt für den Danziger Kreis  Nr. 23/1874 vom 21.03.1873, S. 130

11.12.1882

Anna Ohl bezeichnet sich als verwitwete Gutsbesitzerin.

ca. 1883

Anna Ohl verkauft den Hof und zieht zu ihrer Tochter Alvine, Ehefrau des Gastwirts Albert Bahlinger in Sobbowitz. Sie stirbt dort am 30.05.1893.

Käufer ist
August Adolf Nickel, * MG 10.02.1858, Sohn des Karl August Nickel, Besitzer des Hofes MG 12, und Florentina Elisabeth Krause, * Weißhof 12.11.1826.
 

18.03.1884

Er heiratet in der Kapelle Herrengrebin Clara Mathilde Marquardt, * Müggenhahl 29.04.1863, Tochter des Ernst Friedrich Eduard Marquardt, Hfb in Müggenhahl, und Susanne Auguste Krause.

Kinder: 5, davon >5 Jahre: 4

  • Wanda, * MG 22.08.1884, † nach 1922
    heiratet vor 1922 einen Gluth

  • Elly Marie Gertrude, * MG 12.02.1886, † nach 1922
    Sie heiratet vor 1922 Max Ziehm aus Baldau

  • Luise Emma Clara, * MG 06.03.1887, † Danzig 07.12.1892

  • Elisabeth, * MG 20.03.1893, † nach 1922

  • Hertha, MG 03.12.1897, † 03.1945 (Freitod)
    Sie heiratet am 26.06.1920 in Trutenau Fritz Knochenhauer,  Apotheker in Danzig, * 1895 in Danzig, † 03.1945 in Danzig (Freitod)
     

1888

Adressbuch Danzig Land: Hofbesitzer Adolf Nickel
 

1909

Handbuch des Grundbesitzes im Deutschen Reiche, Westpreussen, 1909, S. 26:
Hofbesitzer Adolf Nickel: 51 ha, davon 26 ha Acker, Grundsteuer 1728 M
 

1911

Der Hof des Oeconomen Adolf Nickel ist auf der Flurkarte von 1911 ausgewiesen


 

um 1919

August Adolf Nickel verkauft den Hof und zieht als Rentier nach Danzig, wo er am 27.09.1922 verstirbt.

Seine Frau Clara Mathilde Marquardt stirbt dort am 14.02.1932.

Der Danziger Kaufmann von Puttkamer erwirbt den Hof.

Er setzt Kurt Harder, * 09.05.1883, † Neuteich 10.04.1940, als Verwalter ein. 1925 heiratet dieser Frieda Kresin, * MG 09.07.1885, † Berlin-Lichtenrade, 27.02.1960, vom Hof MG 12


 

1925



Messtischkarte von 1925
 

1927/28

Adressbuch Danzig Land: Harder, Kurt, Verwalter
 

um 1929

Eugen Ernst Erwin Maker erwirbt von seinem Erbe diesen Hof von Herrn von Puttkamer.

Er wird in Herzberg am 28.08.1891 geboren als Sohn des dortigen Hofbesitzers Johann Jacob Ernst Maker (* Sperlingsdorf  07.09.1851, † Danzig 01.06.1918) und Eleonore Renate Auguste Dau (* Herzberg 06.01.1856, † Herzberg 09.02.1910). 
Johann Jacob Ernst Maker ist ein Neffe von Rudolf Maker, Hfb
Hof SP 06 und Hof SP 07.

Am 17.09.1919 heiratet Eugen Ernst Erwin Maker im StA Trutenau Alice Mirau, * Grebinerfeld  20.01.1899, Tochter des dortigen Hfb Ernst Mirau, (* Grebinerfeld 06.12.1866, † Grebinerfeld 10.10.1912) und Wilhelmine Kucks (* Praust 05.02.1778, † Grebinerfeld 30.10.1925).

Danziger Allgemeine Zeitung 03.03.1932, S. 8

Kinder: 4 davon >5 Jahre: 4

  1. Ursula, * Herzberg 17.06.1920, † Herrenalb 2011

  2. Hilde, * Herzberg 31.05.1922, † Herrenalb 2003

  3. Brigitte, * Herzberg 18.10.1923, † Herrenalb 2017
    Sie heiratet 1954 Bruno Heinrichs, * Herzberg
    um 1920

  4. Frieda, * Herzberg 1926, † MG 1932

Das bisheriger Verwalterehepaar Kurt und Frieda Harder, geb. Kresin, zieht zum Nachbarn Döring als Mieter, Hof MG 04
 

15.11.1933

Erwin Maker stellt einen Antrag auf Entschuldung für seinen Hof mit den Grundstücken Bl. 1 und 3.

Staatsanzeiger für die Freie Stadt Danzig, Teil II, Nr. 88 vom 09.12.1933, S. 567

24.01.1934

Das Entschuldungsverfahren wird eingeleitet.

Staatsanzeiger für die Freie Stadt Danzig, Teil II, Nr. 5 vom 24.01.1934, S. 64

11.09.1935

Das Entschuldungsverfahren wird nach Durchführung aufgehoben.

Staatsanzeiger für die Freie Stadt Danzig, Teil II, Nr. 63 vom 11.09.1935, S. 51

1925

Messtischkarte von 1925
 

1940

Foto 1940 von Nordosten

24.03.1945

Eugen Ernst Erwin Maker flüchtet mit seiner Familie mit einem der letzten Schiffe aus Danzig. Seine Tochter Brigitte arbeitet auf der Schichau-Werft im Büro und besorgte die Tickets.

Eugen Ernst Erwin Maker 1965

20.09.1968

Eugen Ernst Erwin Maker stirbt in Herrenalb. Seine Frau Alice, geb. Mirau, folgt ihm am 13.05.1976.

 

Foto 2010 von Nordosten

Das Wohnhaus ist noch zu erkennen. Das Grundstück ist geteilt.
Der nördliche Hausteil ist modernisiert und am Giebel mit einem Anbau versehen, der südliche Hausteil ist in seiner Grundstruktur noch erhalten
 

 

Luftbild 2010